Das Land der Unmöglichkeiten

Eigentlich mag ich Amerika. Das Land, mit den Menschen hab ich eher so meine Probleme....

Außer mit ihm. Er is mittlerweile ziemlich wichtig für mich geworden. Ich kann mit ihm über die ernsten Dinge des Lebens reden, wir können uns ohne Probleme die Wahrheit sagen und wirklich ehrlich zu unseren Gedanken stehen. Das ist manchmal nicht so einfach!

Er war mal in der Army. Er ist ausgetreten und arbeitet jetzt in der Nähe von Europa. Wir sehen uns eigentlich so gut wie nie. Ohne Internet könnten wir uns nicht mal unterhalten. Ich mag seine Stimme, klingt sehr wie die von Bode Miller. Anyway, er hat heut erfahren, dass er wieder eingezogen wurde. Er muss sich innerhalb von 2 Monaten melden. Nach seiner Vermutung schicken sie ihn wieder nach Afghanistan......

Ich fühl mich eigenartig. Als er mir das erzählt hat, war das wie ein Schock! Es hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Als hätt ich die negative Version von Schmetterlingen im Bauch. Er hofft, dass er es anfechten kann (immerhin hat er den Job ja gekündigt) und will damit morgen starten.

Ich will nicht, dass er nach Afghanistan geht! Ich will überhaupt nicht, dass er wieder zurück in die Army geht. Er kennt noch nicht meine Lieblingslokale, wo ich am liebsten bin im Sommer, er kennt meine Schwester noch nicht und ich will, dass er versteht, warum sie mir so wichtig ist. Dazu muss er sie aber kennenlernen. Ich will, ich will, ich will..... Ist es selbstsüchtig, wenn man nicht will, dass ein Mensch, der einem viel bedeutet, nicht in eine der gefährlichsten Gegenden der Welt geht um dort den denkbar gefährlichsten Job zu machen?

13.2.09 21:42

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